Was steckt hinter dem Wort “Bio”?

4. März 2008 | Kategorie Wissenswertes über Bio | Kommentare deaktiviert

Das staatliche Biosiegel
Die Abbildung zeigt das staatliche Bio-Siegel. Der Schriftzug - Bio nach EG-Öko-Verordnung - auf weißem Grund ist von einem grünen Sechseck umrandet.Seit September 2001 können Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft mit dem staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet werden. Das kleine sechseckige Zeichen mit dem Schriftzug “Bio” schafft Klarheit, Einheitlichkeit und Orientierung bei Bio- bzw. Öko-Produkten. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich darauf verlassen: “Wo ‘Bio’ drauf steht, ist auch ‘Bio’ drin”. Denn nur Erzeuger und Hersteller, die die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung einhalten und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte als Bio- oder Ökoware verkaufen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen.

Kriterien für das Bio-Siegel
Die Nutzung des Bio-Siegels richtet sich nach den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. In ihr ist unter anderem Folgendes festgeschrieben:

Verbote:

  • Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln
  • Verbot gentechnisch veränderter Organismen
  • Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger

Anforderungen:

  • Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen
  • Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern

Gemüse

 

Um sich in dem Dschungel der Bezeichnungen und Formulierungen zurecht zu finden, gilt eine einfache Regel: “Nur wo ‘Bio’ oder ‘Öko’ drauf steht, ist auch ‘Bio’ oder ‘Öko’ drin”, denn “Bio” und “Öko” sind geschützt.

Die EG-Öko-Verordnung schützt z.B. Begriffe wie:

  • “Bio- / Öko-”
  • “biologisch / ökologisch”
  • “kontrolliert ökologisch / biologisch”
  • “biologischer / ökologischer Landbau”
  • “biologisch-dynamisch”
  • “biologisch-organisch”

Diese geschützten Begriffe dürfen für die Bezeichnung eines Produkts nur dann benutzt werden, wenn mindestens 95 Prozent der Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischem Landbau stammen. Wasser, Salz, Hefe und die wenigen erlaubten Zusatzstoffe (sie sind im Anhang VI der EG-Öko-Verordnung aufgeführt und werden laufend geprüft) gelten als nicht-landwirtschaftliche Zutat und werden bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt.

Somit können sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei diesen Bezeichnungen darauf verlassen, dass die Produkte mindestens dem Standard der EG-Öko-Verordnung entsprechen.

Auf vielen Bio-Lebensmitteln findet sich außer dem Bio-Siegel auch ein Zeichen der acht ökologischen Anbauverbände: Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecovin, Gäa, Naturland oder Ökosiegel. Das bedeutet, dass bei der Erzeugung der landwirtschaftlichen Zutaten und bei der Herstellung des Produktes neben der EG-Öko-Verordnung auch die in Teilbereichen oft noch strengeren Richtlinien des jeweiligen Verbandes eingehalten wurden.

Darüber hinaus haben deutsche Lebensmittelhändler eigene Marken für Bio-Lebensmittel, die sie auch bewerben. Dazu gehören z.B. “Alnatura”, “Bio aus ökologischer Erzeugung”, “BioBio”, “Naturkind”, “Bio Wertkost”, “Füllhorn” oder “Naturkost Grünes Land”. Bio-Produkte von Reformwaren-Herstellern tragen ein grünes Blatt mit der Aufschrift “Bio”.

Irreführende Bezeichnungen

Durch Formulierungen wie:

  • “aus kontrolliertem Anbau”
  • “von staatlich anerkannten Bauernhöfen”
  • “unter unabhängiger Kontrolle”
  • “ungespritzt”
  • “ohne Spritzmittel”
  • “aus integrierter Landwirtschaft”
  • “aus Vertragsanbau”
  • “aus alternativer Haltung”
  • “aus umweltschonendem Anbau”

ensteht der falsche Eindruck, es handele sich bei diesen Artikeln ebenfalls um Bio-Lebensmittel. All diese Bezeichnungen besagen aber nicht, dass es sich um Bio-Produkte handelt.
Werden die Begriffe “naturrein” oder “natürlich” verwendet, bedeutet dies, dass die Lebensmittel weder Zusatzstoffe noch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Tierarzneimitteln enthalten und dass sie nicht bestrahlt wurden. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass sie biologisch angebaut wurden.

Quelle: http://www.bio-siegel.de

Bio hat seinen Preis

4. März 2008 | Kategorie Wissenswertes über Bio | Kommentare deaktiviert

Für Bioprodukte muss der Verbraucher häufig tiefer in die Tasche greifen als für konventionelle Produkte. Diese Preisdifferenz hat aber auch ihren guten Grund:
Zur Herstellung hochwertiger und gesunder Lebensmittel müssen die Landwirte strengste Tier- und Umweltschutzauflagen einhalten. Das erfordert mehr Arbeitseinsatz und Zeit als dies im konventionellen Anbau der Fall ist.
Hinzu kommt, dass die Umsatzmengen von Bio-Produkten noch nicht groß genug sind, um die Verkaufspreise günstiger kalkulieren zu können: Marketing, Logistik oder Einkauf werden bei großen Mengen einfach günstiger. Letztlich hat ein Öko-Landwirt auf der gleichen Fläche weniger Ertrag als sein konventioneller Kollege. Und auch das Kontrollsystem für Bioprodukte muß von den Erzeugern und Verarbeitern selbst bezahlt werden.
Dafür kann der Endverbraucher sicher sein, hochwertige, preisgerechte Bioprodukte zu erhalten.

Verarbeitung zum Naturkostprodukt

4. März 2008 | Kategorie Wissenswertes über Bio | Kommentare deaktiviert

Dabei bestehen sehr hohe Qualitätsanforderungen.

Es werden fast nur hochwertige Bioprodukte verwendet. Und diese werden wiederum in möglichst schonenden Verfahren weiterverarbeitet.
Damit wird die Erhaltung der wertvollen Inhaltsstoffe wie z. B. den Vitaminen und Mineralstoffen gewährleistet. Und sie werden weitestmöglich naturbelassen und so wenig wie möglich verändert.
Das ist auch der Grund weshalb auf Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe, naturidentische Aromastoffe, Zusatzstoffe, gentechnisch veränderte Zutaten sowie die Behandlung mit ionisierenden Strahlen verzichtet wird.

Anbau

4. März 2008 | Kategorie Wissenswertes über Bio | Kommentare deaktiviert

Mit ökologischer oder biologischer Landwirtschaft wird die Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen Erzeugnissen auf Grund möglichst naturschonender Produktionsmethoden betrieben. Dabei werden besonders die Erkenntnisse der Ökologie und des Umweltschutzes berücksichtigt.
Insbesondere wird dabei auf die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden, synthetischen Wachstumsförderern, synthetischen Düngemitteln, Gentechnik und Lebensmittelbestrahlung – wie es in der industriellen Landwirtschaft üblich ist – verzichtet.
Folgeprodukte aus dem ökologischen Anbau werden ohne Geschmacksverstärker hergestellt. Und der Zusatz von Aromastoffen ist nur erlaubt wenn es sich um natürliche Aromen handelt.
Auf den Biohöfen wird alles was benötigt wird selbst hergestellt und Restprodukte weiterverwendet. Falls doch einmal etwas dazugekauft werden muß, dann dürfen Mitgliedsbetriebe der Anbauverbände Demeter, Naturland und Bioland nur Futter von anderen Öko-Betrieben verwenden.

Selbst Tiere wie der Feldhase, die Feldlerche oder der Kiebitz profitieren von den vielfältigen Kulturlandschaften. Der ökologische Landbau ist gleichzeitig auch Arten-, Umwelt- und Naturschutz!
In der Tierhaltung gibt es auch deutliche Unterschiede zu der konventionellen Landwirtschaft: Die Tiere haben mindestens doppelt soviel Platz im Stall. Meist ist es sogar noch mehr.
Antibiotika und lange Transporte vor der Schlachtung sind tabu!

Feldblumen

 

 
Link-Tipps zum Thema


www.verbraucherministerium.de
www.soel.de Die Stiftung Ökologischer Landbau engagiert sich für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus und versteht sich als Informationsdrehscheibe für Akteure in Wissenschaft, Praxis und Beratung.

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin.

4. März 2008 | Kategorie Wissenswertes über Bio | Kommentare deaktiviert

Garantiert!

Denn die Bezeichnungen sind durch die EG-Öko-Verordnung geschützt. Genauso wie folgende:

  • “biologisch / ökologisch”
  • “kontrolliert ökologisch / biologisch”
  • “biologischer / ökologischer Landbau”
  • “biologisch-dynamisch”
  • “biologisch-organisch”

Diese geschützten Begriffe dürfen nur dann verwendet werden, wenn mindestens 95 Prozent der Zutaten ökologisch-landwirtschaftlichen Ursprungs sind.

(Wasser, Salz, Hefe und die wenigen erlaubten Zusatzstoffe gelten als nicht-landwirtschaftliche Zutat und werden bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt.)